Tagesarchiv: März 21, 2009

Woche …-28

Hallo

Seit einer Woche bin ich wieder im Prosoya Huancabamba, um (endlich) einen Schrank fuer die Musikinstrumente zu bauen. Das ist allerdings auch nur ein voruebergehender Aufenthalt, weil wir, sobald Pablo wieder aus Chile da ist (seit dem 7.3. ist er da unterwegs), den Ausbau des Daches in Quillazu vornehmen. Ausserdem stehen noch der Bau einer Treppe fuer das Haus, die Restaurierung der Giebelflaeche der Kapelle in Prosoya H., der Bau eines Pavillons zum Forellenverkauf und eines Huehnerstalls in Quillazu an. Arbeit bis Ende der Dienstzeit und darueber hinaus ist also da.

Einen Schrank zu bauen macht mir zwar sehr Spass, weil es mal was anderes ist, wenn man auf den Millimeter arbeiten muss, allerdings ist es auch schwerer, als ich erwartet hatte. Aber zum Glueck habe ich Zeit und muss mich nicht stressen, wenn ich einen Fehler mache. Ausserdem kann ich an dem Schrank viele Dinge ausprobieren, was Materialien und Ausfuehrung von z.B. Schubladen betrifft.

Wenn ich dann (wahrscheinlich irgendwann naechste Woche) mit der Schreinerei fertig bin, gehe ich wieder nach Quillazu. Da habe ich seit Pablos Abreise vor allem Eckleisten an der Regipsdecke angebracht, was bei der Liberalen Auffassung vom rechten Winkel, den diejenigen, die die Eckpfeiler gestellt haben, manchmal abenteuerlich bis deprimierend war. Ausserdem musste ich manchmal behelfsmoebel bauen, da seit Anfang Maerz 12 Maedchen im Projekt sind statt 4, und einfach ein paar mehr Schuhe herumstehen, die irgendwo aufbewahrt werden muessen.

Im Haus stehen jetzt noch der Ausbau des oberen Stockwerkes (2 Zimmer) an, sowie der Unterschlag aussen. Das werde ich vermutlich noch machen, bevor Pablo da ist. Ich hoffe allerdings, dass die anderen Arbeiter sich dessen schon angenommen haben, weiles spannenderes gibt, als 200 Bretter zu schleifen, lackieren und dann unter die Gebinde zu nageln.

Die Invasion in Quillazu ist soweit unterbunden, allerdings habe ich auch von Aussenstehenden gehoert, dass wohl immernoch heimlich weiter angebaut wird. Vor zwei Wochen war ich mit Felix auf dem Berg, der zum Grundstueck von Quillazu gehoert und habe ein Feld besichtigt, auf dem laut Angaben der Dorfleute “ein paar Grenadinen und ein bisschen Rocoto” angebaut wurde. Es waren immerhin ca. 2000 Quadratmeter davon (das ist hier nicht wenig)  und fuer die Grenadinenanlage waren ziemlich viele recht grosse Baeume gefaellt worden. Der bewirtschaftende Bauer hat jetzt eine Ernte Zeit, sich zurueckzusiehen und muss das ganze Gebiet wiederaufforsten.

Sonst habe ich nicht viel zu erzaehlen, ausser vielleicht, dass Hollaender zu viel fuer Studentenzimmer verlangen,

viele Gruesse,

Caspar